Differenzen zwischen Ost- und Westdeutschland sind auch unter Kanzlerin Angela Merkel nicht überwunden worden, wie Alexander Kamkin vom Zentrum für Deutschland-Studien am Europa-Institut gegenüber russischen Medien erläutert.

 

 

„Im Osten und Westen des Landes sind verschiedene Niveaus bei Renten, Gehältern und Möglichkeiten zu verzeichnen. Im Osten herrscht eine höhere Arbeitslosigkeit. Die am meisten benachteiligten Regionen des Landes liegen im Gebiet der ehemaligen DDR“, betont Kamkin. „Nach Ost-Deutschland wollen sogar Migranten nicht hingehen.“

Dort gebe es keine besonderen Wachstumsaussichten, weshalb „Ossis“ nach wie stark nach Westdeutschland abwandern würden.

Es gebe allerdings auch Ausnahmen, meint Kamkin: „Zum Beispiel Sachsen, das durch die Umsetzung neuer Technologien, grüner Energie und IT-Technologien die Kurve kriegen konnte.“

Im Osten Deutschlands sei außerdem noch immer eine gewisse DDR-Nostalgie bei den Einwohnern zu finden. „Im Osten sind starke Proteststimmung und Unzufriedenheit an der Tagesordnung, sodass dort rechte Parteien mehr punkten“, so der Experte.

 

Quelle: Sputnik