Die deutschen Flüchtlingsaufnahmestellen haben bis heute nicht alle sich im Lande befindlichen Migranten registriert, wie dpa meldet.

 

 

Demnach geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums an die CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Maag und Michael Hennrich hervor, dass allein die erkennungsdienstliche Erfassung von Flüchtlingen noch immer nicht abgeschlossen ist.

„Derzeit laufen nach den uns vorliegenden Erkenntnissen Ermittlungen zum Bedarf an nachzuholender erkennungsdienstlicher Behandlung für rund 5200 Personen mit einem Alter von über 13 Jahren aus abgeschlossenen schriftlichen Verfahren“, heißt es in dem Dokument.

Erst seit Mai 2016 können und müssen die jeweiligen Erstaufnahmestellen in den Ländern sämtliche als Schutzsuchende einreisende Migranten erkennungsdienstlich zu behandeln. Vor allem Fingerabdrücke würden dort nun genommen. Es hieß im Oktober 2016, alle fehlenden Registrierungen würden nachgeholt. Ein halbes Jahr später fehlen nun noch die Daten von über 5000 Personen.

Europa durchlebt zurzeit die schwerste Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach Angaben der Internationalen Migrationsbehörde (IOM) waren 2015 insgesamt etwa 1,8 Millionen Flüchtlinge nach Europa gekommen. Ende Juli 2016 hatte das IOM mitgeteilt, seit Jahresanfang 2016 seien immer noch mehr als 240.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa eingereist.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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