Ein österreicherischer Bürger wurde mit einem Europäischen Haftbefehl an der polnischen Grenze wegen Kriegsverbrechen im Donbass als Kämpfer der ukrainischen Seite festgenommen, berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf die Agentur APA.

 

 

„Ein Österreicher ist am Sonntag in Polen wegen mutmaßlicher „Kriegsverbrechen gegen Personen“ im Ukraine-Konflikt verhaftet worden. Das bestätigte das Innenministerium der APA. Die zuständige Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wirft dem 25-Jährigen vor, auf der ukrainischen Seite gekämpft und „gegnerische Soldaten, die sich bereits ergeben hatten, beziehungsweise Zivilisten getötet“ zu haben,“, berichtet die Agentur APA.

Zunächst berichtete die französische Agentur AFP, dass der Österreicher an der Seite von „pro-russischen Rebellen“ kämpfte, wogegen sich der Inhaftierte wehrte und selbst betonte, dass er an „ukrainischer Seite kämpfte“, also gegen die die Bürger der selbsternannten Volksrepubliken.
Wie Staatsanwaltschaft mitteilte sollen die Verbrechen am Flughafen von Donezk begangen worden sein. Zudem wird gegen den Österreicher auch wegen „Vergehen gegen das Suchtmittelgesetz“ ermittelt. Die Festnahme war deswegen möglich gewesen, weil man gegen den Mann einen Europäischen Haftbefehl ausstellte, so dass dieser sich nun in polnischer Haft befindet. Wann er nach Österreich ausgeliefert wird, ist noch nicht bekannt. Der Fall ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass für den Söldnerkrieg im Donbass weltweit nach Kräften rekrutiert wird.

 

Quelle: Mars von Padua