US-Außenminister Rex Tillerson hat vorgeschlagen, 2300 Mitarbeiter seines Ministeriums zu entlassen. Dies meldete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf US-Beamte. Damit solle die Anzahl der US-Diplomaten – insgesamt etwa 75.000 – um drei Prozent reduziert werden, womit die Haushaltsausgaben der Behörde um bis zu 26 Prozent verringert werden sollen. In einem Interview mit dem „National Public Radio“ sagte Tillerson am Freitag, er wolle das Außenamt effizienter machen.

Zuvor hatte die US-Regierung einen Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 vorgelegt, wonach die Ausgaben des Außenministeriums um 28 Prozent gekürzt und die des Verteidigungsministeriums um zehn Prozent gesteigert werden sollen.

Schon kurz nach seiner Amtseinführung im Januar hatte Präsident Trump Diplomaten, die gegen seine Einreiseverbote protestiert hatten, zum Ausscheiden aus dem Dienst aufgefordert. Sie sollten entweder mitmachen – „oder sie können gehen“, hatte Trumps Sprecher Sean Spicer damals erklärt. Ob die jetzt von Tillerson ins Gespräch gebrachten Entlassungen ebenfalls einen politischen Hintergrund haben, ist unklar – außenpolitisch ist das Weiße Haus inzwischen weitestgehend auf die Linie der Vorgängerregierung eingeschwenkt.

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