Die frühere US-Außenministerin und demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat erneut ihre Niederlage bei der Präsidentschaftswahl auf das Eingreifen von FBI-Chef James Comey und Kremlchef Putin zurückgeführt. Rund ein halbes Jahr nach der Wahl wurde Clinton dabei ungewöhnlich deutlich. Bei einer Veranstaltung in New York sagte sie jetzt wörtlich. „Ich war auf der Siegerstraße bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Kombination von Comeys Brief vom 28. Oktober und das russische Wikileaks Zweifel in den Köpfen der Leute erzeugten, die dazu neigten, mich zu wählen, aber dann Angst bekamen.“ Und: „Wenn die Wahl am 27. Oktober stattgefunden hätte, dann wäre ich Ihre Präsidentin.“

 

 

Über den russischen Präsidenten Putin sagte sie, dieser sei nicht Mitglied ihres „Fan-Klubs”. Putin habe „mit Sicherheit in unsere Wahl eingegriffen, und es war klar, daß er mich beschädigt und meinem Widersacher geholfen hat.”

FBI-Chef Comey hatte am 28. Oktober, eineinhalb Wochen vor der Wahl, eine Wiederaufnahme der Untersuchungen zur sogenannten E-Mail-Affäre Clintons bekanntgegeben. Dabei ging es um die regelwidrige Nutzung privater Server durch die Ex-Außenministerin. Zwei Tage vor der Wahl teilte Comey dann jedoch mit, auch in neu entdeckten Mails seien keine Hinweise auf strafbare Handlungen gefunden worden.

Die US-Geheimdienste sind unterdessen nach wie vor davon überzeugt, daß Rußland in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf eingegriffen und Clinton beschädigt hat. Beweise wurden jedoch bis dato nicht geliefert.

 

Quelle: Zuerst