BERLIN. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) überprüft rund 2.000 positive Asylverfahren auf systematische Mängel. Grund dafür ist der Fall von Franco A., einem Bundeswehroffizier, dem es unter falscher Identität gelang, subsidiären Schutz als syrischen Flüchtling zu erhalten. Dem Mann wird vorgeworfen, rechtsextreme Anschläge geplant zu haben.

Der positive Asylbescheid im Fall Franco A. sei „eine krasse Fehlentscheidung, wie sie nicht passieren darf“, räumte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Johannes Dimroth, gegenüber der FAZ ein. Seit dem 2. Mai laufe daher eine interne Überprüfung auf gravierende Fehler. Es sei zu klären, „ob es neben dem Einzelfall Franco A. möglicherweise auch systematische Mängel im Verfahren beim BAMF gab.“

Betroffen sind von der Maßnahme positive Asylbescheide zwischen dem 1. Januar 2016 bis zum 27. April von Asylbewerbern, die angeblich aus Syrien und Afghanistan stammen. Es handelt sich dabei um jeweils rund tausend Entscheidungen.

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