Der Chef des russischen Generalstabs, Waleri Gerassimow, hat mit seinem US-Amtskollegen Joseph Dunford per Telefon die aktuelle Situation in Syrien besprochen, wie Russlands Verteidigungsministerium meldet.

 

 

„Am  6. Mai 2017 hat auf Initiative der amerikanischen Seite ein Telefongespräch zwischen dem russischen Generalstabschef Waleri Gerassimow und dem Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte, Joseph Dunford, stattgefunden“, heißt es in der Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums.

Zum Schwerpunkt der Gespräche wurde demnach die Lage in Syrien im Kontext der am 4. Mai in Astana erreichten Verabredungen über die Errichtung der Deeskalationszonen. Außerdem sollen auch andere Themen erörtert worden sein:

„Die Gesprächspartner haben sich verabredet, weitere reguläre Kontakte zu pflegen.“

Zudem soll die Bereitschaft der beiden Seiten zur Erfüllung der Verpflichtungen im Rahmen des russisch-amerikanischen Memorandums über die Sicherheitsgarantie und Vorbeugung von Vorfällen im syrischen Luftraum bestätigt worden sein. Die USA und Russland sind demnach bereit, zusätzliche Maßnahmen zur Vorbeugung von Konfliktsituationen bei Einsätzen im Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (IS, auch Islamischer Staat) und die al-Nusra Front weiterzuentwickeln.

Der Iran, Russland und die Türkei hatten am Donnerstag bei Friedensgesprächen in Astana ein Memorandum unterzeichnet, wonach vier Gebiete in Syrien zu „Zonen der Deeskalation“ werden sollen. Das erklärte Ziel ist es, den seit 2011 andauernden Bürgerkrieg in Syrien zu stoppen. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, unterstützte diesen Vorstoß.

Das Memorandum über die Deeskalationszonen, die für die Jets der US-Koalition geschlossen sind, tritt am 6. Mai in Kraft. In diesen vier Zonen befinden sich gegenwärtig nach russischen Angaben bis zu 42.000 Militante. Viele von ihnen sollen der Errichtung der Deeskalationszonen zugestimmt haben. Die russische Luftwaffe fliegt dort nach eigenen Angaben bereits seit Montag keine Angriffe mehr.

 

Quelle: Sputnik