Die französische Präsidentschaftswahl bleibt vom Terror überschattet. Wenige Tage vor dem zweiten Durchgang am Sonntag hat die französische Polizei einen bekannten „Gefährder“ in der Nähe der Militärbasis im nördlichen Evreux festgenommen und damit möglicherweise einen IS-Anschlag verhindert.

 

 

Der 34 Jahre alte Ex-Soldat wurde wegen seiner Radikalisierung seit drei Jahren überwacht. In der Nacht zum Freitag wurde er dann festgenommen. In seinem Wagen fanden die Beamten einen Koran und einen USB-Stick mit einem Bekenntnis zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Auch IS-Flaggen hatte der Mann bei sich. In einem Gebüsch entdeckten die Ermittler zudem Waffen – eine Pumpgun, zwei Revolver und Munition. Die Behörden vermuten deshalb, der Ex-Soldat könnte einen Anschlag geplant haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines „terroristischen Vorhabens“.

In Frankreich gelten wegen der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag scharfe Sicherheitsvorkehrungen. Im Einsatz sind mehr als 50.000 Polizisten und Tausende Soldaten. Drei Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 23. April hatte ein Angreifer auf dem Pariser Boulevard Champs-Elysées einen Polizisten getötet.