Irina Geraschtschenko, Vizepräsidentin des ukrainischen Parlaments und Vertreterin Kiews in der Kontaktgruppe für humanitäre Fragen, hat am Sonntag vorgeschlagen, die Einreise ins Land auch jenen russischen Journalisten zu verweigern, die zuvor die von der ukrainischen Armee nicht kontrollierten Donbass-Gebiete besucht hatten.

 

 

Irina Geraschtschenko unterstützt eigenen Angaben nach die Stellung der ukrainischen Grenzschutzbehörde und ihres Kollegen Anton Geraschtschenko in Bezug auf die Einreisesperre für Journalisten aus Russland, die die „besetzte» Krim „rechtswidrig» besuchten, trotz Akkreditierungen im Land.

„Das sind keine Journalisten, das sind Propagandisten», schrieb die Parlaments-Vizechefin auf ihrer Facebook-Seite.

Ihrer Ansicht nach sollte Kiew nun das Einreiseverbot ausweiten und gegen jene verhängen, die nicht über Grenzkontrollpunkte, sondern illegal, über nichtkontrollierte Abschnitte der ukrainisch-russischen Grenze in den Donbass eingereist seien.

Daher rief sie die Bevölkerung dazu auf, der Grenzschutzbehörde bei der Erstellung von entsprechenden Listen zu helfen, und forderte jene auf, die „jegliche russische Propagandisten» im Donbass verfolgt hatten, die ukrainischen Geheimdienste darüber in Kenntnis zu setzen.

„Und diese werden entsprechend den ukrainischen Gesetzen die richtige Entscheidung treffen», schrieb Geraschtschenko ferner.

Am Samstag hatte der Direktor des Fotodienstes der russischen Media-Holding Rossiya Segodnya, Alexander Schtol, bekannt gegeben, dass die Ukraine dem zum Eurovision Song Contest (ESC) akkreditierten Bildreporter Ramil Sitdikow die Einreise verweigert. Seine Entscheidung begründete der ukrainische Grenzschutz damit, dass Sitdikow das „Ziel seines Aufenthalts in der Ukraine nicht ausreichend genug belegen konnte».

Am Sonntag gab der Sprecher der ukrainischen Grenzschutzbehörde Oleg Slobodjan bekannt, dass die Grenzschützer zwei weitere russische Journalisten nicht ins Land hatten einreisen lassen, die über den Eurovision Song Contest 2017 berichten sollten.

 

Quelle: Sputnik