Auf eine Tendenz in der EU zum Verzicht auf eine Politisierung der Beziehungen zu Russland hat der russische Außenminister Sergej Lawrow aufmerksam gemacht.

 

 

Die Tendenz, von ideologisierter und politisierter Einstellung zu den Beziehungen zu Russland Abstand zu nehmen, zeichnet sich in der EU ab, sagte der Minister in einem Interview für den russischen TV-Sender Mir. Diese Tendenz werde auch immer deutlicher.

Als eine „Anomalie“ bewertete er zugleich die Bemühungen „einiger europäischer bzw. westlicher Partner, diese politisierte und ideologisierte Haltung den grundlegenden wirtschaftlichen Interessen ihrer Länder und ihrer Bürger vorzuziehen“.

Er verwies dabei auf eine „aggressive Minderheit“ in der EU, die konsequent gegen die Normalisierung der Beziehungen zu Moskau protestiert. Es gebe allerdings auch jene, die sich dafür einsetzen, bereits jetzt mit der Überwindung der durch die Sanktionen verursachten Sachgasse zu beginnen.

Bei ihrem Treffen mit Lawrow im April hatte die EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini erklärt, die Europäische Union sei an einer Zusammenarbeit mit Russland bei einer Reihe von Themen interessiert. „Vor uns stehen gemeinsame Herausforderungen, es gibt Themen für eine Kooperation“, betonte sie.

 

Quelle: Sputnik