Zwei Sprengminen sind an der zur Gedenkstätte auf dem Grabhügel „Saur-Mogila“ führenden Straße im Schachtjorski-Kreis der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (VRD) entdeckt worden, wo am 8. Mai die Feierlichkeiten zum 72. Jahrestag des Sieges stattfinden sollten.

 

 

Das meldet am Montag die Donezker Nachrichtenagentur DAN unter Verweis auf das Militär. „Es waren zwei Sprengminen gelegt worden, eine von ihnen ist detoniert. Tote und Verletzte hat es nicht gegeben“, teilte eine Quelle aus den bewaffneten Strukturen mit.

Minenräumkräfte der VRD sollen außerdem an der zur Gedenkstätte führenden Straße fünf weitere deponierte Sprengminen entdeckt haben, berichtet die Quelle der Agentur DAN.

„Es wurden weitere fünf Sprengminen gefunden. Sie waren nicht auf ein Funksignal eingestellt, sondern auf eine bestimmte Uhrzeit“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

Zu den Feierlichkeiten anlässlich des 72. Jahrestages des Sieges im Krieg gegen Hitler-Deutschland hatten sich etwa 15.000 Menschen versammelt. Darunter waren Leiter von Ministerien und Behörden, Abgeordnete des Volksrates, Vertreter der Lokalbehörden, Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945) sowie Vertreter gesellschaftlicher Organisationen. Auch das Oberhaupt der VRD, Alexander Sachartschenko, will diesen Gedenkfeierlichkeiten beiwohnen.

Zuvor hieß es aus der Administration des Oberhauptes der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, dass es im Bergarbeiter-Bezirk (russ. Schachtjorski rayon) an der Straße, die zum Grabhügel Saur-Mogila führt, zwei Explosionen gegeben habe.

Saur-Mogila ist ein Grabhügel im Bergarbeitergebiet im Osten des Gebietes Donezk. Er ist 277,9 Meter hoch. Nach dem Großen Vaterländischen Krieg wurde dort eine Gedenkstätte errichtet. Im Zuge der Kämpfe im August 2014 während des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine war dieser Gedenkkomplex durch ständigen Beschuss stark beschädigt worden.

 

Quelle: Sputnik