Bei einer Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft in Klingenberg (Sachsen) wurde am Sonntagmorgen ein junger Flüchtling von der Polizei angeschossen. Er war zuvor mit einem Messer auf die Beamten losgegangen.

Wachleute des Asylbewerberheims an der Salzstraße hatten gegen 8 Uhr den Notruf gewählt, als ein 23-jähriger Libyer sie mit einem Messer bedrohte. Die Mitarbeiter verbarrikadierten sich in einem der Räume und warteten auf die Polizei.

Als die mit vier Streifenwagen eintraf, wurde der Asylbewerber noch aggressiver. „ Er reagierte nicht auf Ansprechversuche, hatte frische Schnittwunden und an den Wänden war Blut“, sagte ein Polizeisprecher. „Wir hatten den Verdacht, dass er unter Drogen stand.“

Als der Asylbewerber mit dem Messer in Richtung der Beamten ging, schoss ihn ein Polizist (32) in den Oberschenkel.

Der Libyer wurde überwältigt, das Messer wurde ihm abgenommen. Er kam schließlich in ein Krankenhaus.

Am Sonntag wurde der Tatort untersucht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und den konkreten Abläufen dauern an, hieß es.

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