Die Untersuchung der angeblichen Verbindungen des US-Präsidenten Donald Trump zu Russland wird dermaßen langsam geführt, dass sie bis zu den Kongress-Zwischenwahlen im Jahr 2018 hinausgezögert werden kann, schreibt das Portal Politico. Wem wäre das zum Vorteil?

 

 

Dem Bericht zufolge kann das Thema der angeblichen Moskau-Verbindungen Trumps während der Kongress-Zwischenwahlen 2018 erneut in den Medien diskutiert werden. Je aktiver das beleuchtet werden würde, desto mehr zusätzliche politische Punkte würden die US-Demokraten bekommen, obwohl sie selbst oft behaupten, die Untersuchung werde nicht schnell genug geführt.

Die Journalisten des Portals haben mehr als ein Dutzend Mitglieder des US-Repräsentantenhauses und des Senats befragt, die an der Untersuchung teilnehmen. Es gibt keine einheitliche Meinung bezüglich der Untersuchungsfristen, hieß es. Außerdem sei die Sache politisiert.

„Irgendwer von unseren demokratischen Kollegen wäre glücklich, wenn dieses Thema vor den Zwischenwahlen noch in aller Munde wäre“, so Chris Stewart, Mitglied des Repräsentantenhauses der Republikanischen Partei.

Ihm zufolge gibt es keinen Grund, die Untersuchung über Jahre in die Länge zu ziehen.

Der demokratische Kongressabgeordnete aus Kalifornien, Eric Swalwell, ist anderer Meinung. Die Untersuchung wird seinen Angaben nach noch mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen. Der Demokrat Jim Himes aus Connecticut meinte, sie könnte sechs Monate dauern. Diese Frist sei aber vorläufig, denn die Untersuchung sei mit einer großen Anzahl von Zeugen und Dokumenten verbunden, mit denen die Kongress-Mitglieder sich zuerst vertraut machen müssten.
Zuvor hatten der TV-Sender CNN und die Zeitung „The New York Times“ unter Berufung auf US-Beamte berichtet, dass ranghohe Berater von Trump sich noch während dessen Wahlkampagne im ständigen Kontakt zu Personen befunden hätten, die mit den russischen Geheimdiensten in Verbindung stünden. Manche US-Medien hatten Trump auch als Kreml-Agenten bezeichnet. Auf alle Vorwürfe antwortete er via Twitter, dass dieser „Unsinn über eine Verbindung zu Russland“ lediglich ein Versuch sei, „die vielen Fehler der gescheiterten Kampagne von Hillary Clinton zu überspielen“.

 

Quelle: Sputnik