Der 9. Mai 2017 ist wohl einer der kältesten Tage des Sieges in der Geschichte der russischen Hauptstadt. Trotzdem haben sich Veteranen und ihre Angehörige sowie die Regierung Russlands auf dem Roten Platz eingefunden.

 

 

Es ist bedeckt. Die Wolkendecke über der Stadt ist in diesem Jahr so dick, dass es sich nicht lohnte, sie zu vertreiben. Aber immerhin gab es weder Schnee noch Regen. Die Tribünen auf dem Roten Platz, vor Kreml und Lenin-Mausoleum, gegenüber des GUM-Kaufhauses, füllen sich bereits eine Stunde vor Paradenbeginn.

Veteranen in Uniform mit Orden. Ihre Familien, Nachfahren und Liebsten — sie alle dürfen sich über kleine Geschenke auf ihren Sitzen freuen. Außerdem werden Regenjacken verteilt. Es ist der große Feiertag der Veteranen des Zweiten Weltkrieges: Sie schreiten — obwohl es aufgrund des respektablen Alters schon sichtlich schwer fällt — lächelnd über den Platz, einige werden gebracht. Sie haben einst ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um Europa und die Welt vom Faschismus zu befreien. Sie haben letztlich gesiegt.

„Und je länger diese Ereignisse zurückliegen», betont auch Präsident Wladimir Putin in seiner Grußrede, „desto größer ist unsere Verantwortung, uns zu erinnern.» Und künftig solches Leid, so viel Blut und Tod zu verhindern.

 

Quelle: Sputnik