Trotz der internationalen Sanktionen, die nordkoreanischen Unternehmen verbieten, gemeinsame Geschäfte mit ausländischen Firmen zu haben, verheimlicht das Land seit mehreren Jahren ein Joint Venture mit China, schreibt „The Wall Street Journal“.

Die chinesische staatliche Elektrokorporation Limac Corporation und das nordkoreanische Unternehmen Ryonbong General Corporation haben dem Bericht zufolge ein Joint Venture gegründet, das seit 2009 unter Umgehung der wegen Pjöngjangs Atomprogramm verhängten internationalen Sanktionen funktioniert.

Beide Unternehmen unterzeichneten im Jahr 2008 ein zweiseitiges Abkommen, hieß es. Demnach wurde ein Gemeinschaftsunternehmen für die Gewinnung von Tantal, Niob, Zirkonium und anderen Mineralien geschaffen, die bei der Herstellung von kleinen und mittleren elektronischen Geräten wie Handys und Computern sowie im Bau von Kernreaktoren und Raketen verwendet werden.

Zuvor war diese fast zehnjährige Zusammenarbeit nicht bekannt, hieß es. Das Joint Venture sei in Nordkorea registriert worden, und es gebe keinen Zugang zur Dokumentation des Unternehmens. Die Sache sei dank der Firma Sayari Analytics ans Licht gekommen, die sich mit finanzieller Erkundung befasst und im Bankensektor zusammen mit der US-Regierung arbeitet, hieß es.

Die USA verhängten 2005 Sanktionen gegen die nordkoreanische Ryonbong General Corporation, weil diese angeblich mit der Herstellung von Massenvernichtungswaffen befasst war. Vier Jahre später schlossen sich alle UN-Mitglieder diesen Einschränkungen an.

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