Das neue Staatsoberhaupt Südkoreas – der ehemalige Anwalt und Veteran der demokratischen Bewegung Moon Jae-in – hat am Mittwoch, direkt nach der Verkündung der Wahlergebnisse, offiziell das Präsidentenamt angetreten. Dies berichtet am Donnerstag Reuters.

 

 

In seiner Vereidigungsrede in der Nationalen Versammlung hat er versprochen, nach neun Jahren des Regierens der konservativen Kräfte ein „neues Land“ aufzubauen.

Der linksliberale Politiker Moon Jae-in hat die Präsidentschaftswahl in Südkorea mit deutlicher Mehrheit von fast 41,08 Prozent gewonnen. Die Wahlbeteiligung erreichte rund 77 Prozent und somit den höchsten Wert seit 20 Jahren.

In seiner Ansprache nach der offiziellen Zeremonie, die von TV-Sendern auch auf die öffentlichen Straßengroßbildschirme in Seoul übertragen wurde, erklärte Moon Jae In, bei den heutigen Wahlen gebe es keine Sieger und keine Verlierer.

„Wir alle sind Mitläufer im Prozess des gemeinsamen Aufbaus einer neuen Republik Korea“, so der Präsident.

Die Neuwahlen waren notwendig geworden, nachdem Park Geun Hye wegen eines Korruptionsskandals ihres Amtes enthoben worden war. Diese Affäre hatte in Südkorea hohe Wellen geschlagen und immer wieder zu starken Protesten hunderttausender Menschen geführt.
Zwei Monate nach der Absetzung ihrer konservativen Staatschefin Park Geun Hye haben sich die Südkoreaner bei der vorgezogenen Präsidentschaftswahl für einen Machtwechsel entschieden.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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