Das gab der Generalsekretär des Élyséepalastes am Montag in Paris bekannt, wie Focus Online berichtet.

 

 

Der 47-jährige Philippe ist Abgeordneter für die konservative republikanische Partei Frankreichs und amtiert seit 2010 außerdem als Bürgermeister der Industriestadt Le Havre an der Ärmelkanal-Küste. Philippe gilt als politischer Ziehsohn des konservativen Ex-Premierministers Alain Juppé – 2016 unterstützte er ihn auch bei den Vorwahlen der Republikaner zur Präsidentschaft. Juppé verlor die Vorwahlen allerdings überraschend gegen seinen Rivalen Francois Fillon.

Mit der Ernennung sandte der Mitte-Links-Staatschef am Montag ein starkes Signal an das bürgerliche Lager, das ihn bisher nicht unterstützt. Politisch stand Philippe bislang nicht in der ersten Reihe. Es ist in Frankreichhöchst ungewöhnlich, dass ein Präsident aus freien Stücken einen Politiker aus einer anderen Partei zum Regierungschef macht.

Philippe hat wie Macron die Elite-Verwaltungshochschule ENA absolviert. Seine ersten Schritte in der Politik machte er noch als Student bei den Sozialisten, bevor er sich dem konservativ-bürgerlichen Lager zuwandte.

Der Präsident muss bei der Wahl zur Nationalversammlung am 11. und 18. Juni eine Mehrheit erringen, um seine Reformagenda umsetzen zu können. Gelingt dies nicht, würde das Macrons Handlungsspielraum stark einschränken. Seine Bewegung „En Marche!“ ist bislang nicht in der Nationalversammlung vertreten.

 

 

 

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