Der Sicherheitsdienst von Istanbul hat Meldungen türkischer Medien über geplante Angriffe der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) auf Kriegsschiffe Russlands, die den Bosporus passieren, dementiert. Dies berichtete die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Verweis auf den Pressedienst der Behörde.

 

 

Am Donnerstag hatte die türkische Zeitung „Habetürk» unter Berufung auf türkische Geheimdienste berichtet, der IS plane, Angriffe auf russische Kriegsschiffe im Bosporus zu verüben. Die Extremisten könnten russische Schiffe sogar mit Raketen beschießen, hieß es. In diesem Zusammenhang würden türkische Sicherheitskräfte in Istanbul 146 Punkte in der Bosporus-Region überwachen, von wo aus Angriffe unternommen werden könnten, schrieb die Zeitung.

„Es gab keine Warnung oder Benachrichtigung von Seiten der Geheimdienste in Bezug auf mögliche Attacken der IS-Kämpfer», sagte ein Pressesprecher der Sicherheitsbehörde. Die Kriegsschiffe, die die Meerenge passieren würden, würden routinemäßig bewacht, und deren Bewachung und Begleitung seien ein übliches Verfahren, dessen Ziel nicht gerade der Schutz vor dem „Islamischen Staat» allein sei, betonte er.

„Was die Details wie 146 Punkte u. a. m. anbetrifft, so haben einige Medien diese Tatsachen vielleicht zum ersten Mal erfahren und sich die Frage gestellt: ‚Was soll das eigentlich?‘ Wahrscheinlich haben sie gedacht, es gebe eine Bedrohung von Seiten des,Islamischen Staates‘, und haben darüber geschrieben», so der Pressesprecher.