Jerusalem. Klare Ansage: der israelische Minister für Bau- und Wohnungswesen, Yoav Galant, hat sich für die Ermordung des syrischen Präsidenten Assad ausgesprochen. Im Rahmen einer Konferenz in der Nähe von Jerusalem sagte Galant angesichts jüngster Berichte über angebliche Massenhinrichtungen durch die Assad-Regierung, für das syrische Staatsoberhaupt sei „kein Platz auf der Welt“. Er müsse getötet werden.

Wörtlich erklärte Galant (nach einem Bericht der „Times of Israel“):

„Die Wahrheit über die Lage in Syrien ist, daß sie dort Leute umbringen, mit Chemiewaffen gegen sie vorgehen und, als letztes Extrem, ihre Leichen verbrennen – etwas, das wir die letzten 70 Jahre nicht mehr erlebt haben.“

Dies sei nichts anderes als ein „Völkermord“ mit Hunderttausenden von Toten.

Galant bezog sich mit seinen Anschuldigungen auf am Montag von der US-Regierung vorgelegte Bild-„Beweise“, auf denen ein Krematorium in einem syrischen Gefängnis zu erkennen sein soll.

Weiter erklärte der israelische Minister, der einer liberal-konservativen Likud-Abspaltung angehört:

„Meiner Ansicht nach ist eine rote Linie überschritten. Und meiner Ansicht nach ist die Zeit gekommen, Assad zu ermorden [assassinate].“ Es gehe darum, den „Schwanz der Schlage“ abzuschneiden. „Danach können wir uns auf den Kopf konzentrieren, der in Teheran ist.“

In einem Journalistengespräch mit der „Times of Israel“ nach seiner Rede beharrte Galant auf seinen Äußerungen und bekräftigte:

„Für niemanden, der Leute umbringt und ihre Körper verbrennt, ist Platz auf der Welt.“

In seiner Rede hatte Galant, der früher Armeegeneral war, auch betont, daß Assad und die mit ihm verbündete Hisbollah größere Bedrohungen für die Welt seien als der „Islamische Staat“ und andere sunnitische Terrorgruppen.

Galant sprach auf einer Konferenz der israelischen Armee-Zeitschrift „Bodenkrieg und Logistik“ im Panzermuseum in Latrun.

Quelle: Zuerst

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