Sollten die Briten die Freizügigkeit nach dem Brexit einschränken, dann wird die EU laut der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel über Konsequenzen nachdenken müssen, schreibt „Die Welt“.

 

 

„Wenn die britische Regierung sagt, die Freizügigkeit der Menschen gilt nicht mehr, wird das seinen Preis haben“, zitiert das Blatt die Kanzlerin, die am Mittwoch bei einem Kongress der Gewerkschaftsgruppierung Labour 20, welche sich für die Arbeitnehmerinteressen in den G20-Staaten einsetzt, in Berlin aufgetreten ist.

Sollte sich ein solches Szenario entwickeln, müsste die EU über Erschwernisse für die Briten nachdenken, so Merkel.

„Das ist keine Boshaftigkeit, aber ich kann nicht alle guten Aspekte erwarten und dann sagen: ‚Wir machen ein Limit für 100.000 bis 200.000 EU-Bürger‘. Das wird nicht funktionieren.“

Die britische Premierministerin Theresa May hatte bislang eine harte Linie hinsichtlich der Freizügigkeit für EU-Ausländer vertreten. Allerdings hatte sie zugleich auch angedeutet, dass für Arbeitnehmer aus den EU-Ländern zunächst auch nach dem Austritt Großbritanniens die Freizügigkeit gelten könnte.

 

Quelle: Sputnik