Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird keine Asylentscheidungen überprüfen, bei denen Migranten einen Fragebogen ausfüllen mussten und eine Befragung durch BAMF-Mitarbeiter ausblieb. Dies berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Sprecherin der Nürnberger Behörde.

 

 

Laut der Zeitung ist die Lage „insofern verwunderlich, als dass zwischen Ende 2014 und Ende 2015 Syrer, Iraker und Eritreer bei ihrem Antrag in der Regel lediglich einen Fragebogen ausfüllen mussten, ohne dass diese Angaben auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft wurden“.
Nun forderten Politiker der großen Koalition, dass auch die Fragebogen-Entscheidungen berücksichtigt würden. Besondere Kritik in diesem Zusammenhang gebe es nach dem Fall Franco A.

„Nach dem Fall Franco A. steht endgültig fest, dass wir noch einmal alle Fragebogen-Entscheidungen kontrollieren müssen“, zitiert die „Welt am Sonntag“ den Obmann der Union im Innenausschuss, Armin Schuster.

Ihm zufolge müssten mindestens jene 30.000 Verfahren überprüft werden, die jetzt Grundlage für die 2.000 stichprobenartigen Untersuchungen sind. Das zentrale Problem liege dabei nicht im BAMF, sondern bei den „täuschenden Asylsuchenden“.

 

Quelle: Sputnik