Hinter dem jüngsten Raketenstart Nordkoreas sieht der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Leonid Sluzki, eine mögliche Warnung an die USA, die die koreanische Halbinsel mit einem Raketenabwehrsystem einkreisen wollten.

 

 

„Die USA provozieren Pjöngjang mit der Schaffung einer Raketenabwehr rund um die Halbinsel und mit ihren Militärübungen“, so Sluzki. „Das könnte ein Warnsignal Pjönjangs sein.“

Es sei zwar nicht gut, dass solche Raketenstarts in der Nähe der russischen Grenze passieren, Russland pflege dennoch „konstruktive Beziehungen zu Nordkorea“.

„Ich bin mir sicher, dass wir dieses Potenzial dafür nutzen, um Nordkorea von unüberlegten Schritten abzuhalten“, so der Politiker weiter.

Zugleich riet Sluzki den USA, sich vorsichtiger zu verhalten, falls es ihnen tatsächlich um die Sicherheit in der Region gehe.

Am Sonntag hat Nordkorea bereits zum zweiten Mal in diesem Monat einen Raketentest durchgeführt. Der Typ des Geschosses ist bislang nicht genau bekannt. Es könnte sich dabei um eine Rakete handeln, die auf der Parade am 25. April demonstriert wurde.

Am 14. Mai hatte Pjöngjang eine Rakete abgefeuert. Nach nordkoreanischen Angaben hatte sie eine Höhe von 2111 Kilometern erreicht und war 787 Kilometer weit geflogen. Das Geschoss stürzte Medienberichten zufolge nach etwa 30 Minuten in den Pazifik.

Die große Reichweite und die erreichte Höhe der nordkoreanischen Rakete könnten auf erhebliche Fortschritte bei der technischen Entwicklung Nordkoreas hindeuten. Der japanische Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte sogar, es bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass ein neuer Raketentyp gestartet worden sei.

 

Quelle: Sputnik