Schwelm. Im Schwelmer Warenhaus für Flüchtlinge wird der Wunsch nach mehr Sicherheit laut. Der Grund: Ein Helfer wurde wohl von einer Gruppe bestohlen. Dies berichtet die WP.

Seit gut eineinhalb Jahren gibt es in Schwelm ein Warenhaus für Flüchtlinge. Bis Mittwoch war dort auch alles in Ordnung, bis einem der Ehrenamtlichen sein Portemonnaie geklaut wurde. Seitdem fühlen sich vor allem die Helferinnen unsicher, wünschen sich mehr männliche Unterstützung.

185 Euro geklaut

Kurt Biallas ist der einzige Mann, der regelmäßig im Warenhaus mit anpackt. Am Mittwoch seien mehrere Männer auf ihn zugekommen.

„Ich habe ihnen alles gezeigt, sie haben mich umringt, quasi angetanzt“, schildert Kurt Biallas die Situation gegenüber der WP.

Wenig später habe ihn eine Helferin gefragt, ob er ihr einen 20-Euro-Schein wechseln könne. Da bemerkte er plötzlich, dass sein Portmonee weg ist. Nach längerer Suche findet Biallas es auf der Herrentoilette. 185 Euro fehlen. Ob es wirklich die Gruppe war, die umringt hatte, wisse er nicht, aber der Verdacht liege nahe, sagt er.

Hannelore und Kurt Biallas helfen gern und stets gut gelaunt im Warenhaus für Flüchtlinge. Nach dem Vorfall am Mittwoch ist jedoch auch bei ihnen das Bedürfnis nach mehr Sicherheit bei ihrem Ehrenamt entstanden.

Weniger Respekt vor Frauen

Bei den Frauen im Warenhaus sorgte dieser Vorfall für Verunsicherung. Sie wünschen sich zusätzliche männliche Unterstützung. Am Montag findet ein Gespräch mit der Stadt Schwelm statt. Dann soll entschieden werden, ob die Security, die an der benachbarten Sammelunterkunft aufpasst, regelmäßig vorbeischaut.

Quelle

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