Manila. Die Philippinen sind in den Schlagzeilen – aber diesmal nicht wegen des rabiaten Anti-Drogenkrieges von Präsident Duterte, sondern weil die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) jetzt auch auf dem südostasiatischen Insel-Archipel zuschlägt. Nach der Eroberung der Stadt Marawi durch die Gruppe Maute, die dem IS nahesteht, hat Duterte nun das Kriegsrecht in der Region Mindanao ausgerufen.

Zuvor hatten die rund hundert IS-Kämpfer die Kontrolle über die 200.000-Einwohner-Stadt übernommen, dort Gebäude – darunter Kirchen – in Brand gesetzt und Menschen als Geiseln genommen. Sie enthaupteten einen Polizisten.

Am Donnerstag gaben dann Sprecher des Militärs Entwarnung. Die Situation habe sich „stabilisiert”, hieß es. Man sei dabei, die letzten Islamisten wieder aus der Stadt zu vertreiben. Mehrere Tausend Menschen, die vor den Kämpfen geflüchtet waren, sollen sich nach Medienberichten wieder auf die Rückkehr vorbereitet haben. Dabei werden die Soldaten zwar als Befreier empfangen – doch Marawi ist, anders als der Großteil des katholischen Landes, mehrheitlich muslimisch.

Duterte kündigte unterdessen an, er erwäge, das Kriegsrecht auf das ganze Land auszudehnen.

Erst jüngst hatte der Präsident bei einem vorgezogenen Besuch in Moskau Rußland um die Lieferung modernen Militärgeräts ersucht und dabei eine Vertiefung der Beziehungen angeboten. Das Nachrichtenportal „Sputnik.news“ zitierte Duterte mit den Worten: „Unser Land benötigt die modernsten Waffen. Wir hatten bestimmte Bestellungen in den USA, aber die Situation ist nicht besonders glatt. Und um gegen die Terrormiliz Daesh (IS) und ihre Abteilungen sowie separate Gruppierungen zu kämpfen, brauchen wir die modernsten Waffen. Ich bin gekommen, um Unterstützung zu bekommen und um Ihre Hilfe zu bitten. (…) Ich bin gekommen, um Ihre Unterstützung zu bekommen und unsere Freundschaft anzubieten.“

Quelle: Zuerst

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