Die Urheber der Schädlingssoftware WannaCry, die 200.000 Computer weltweit befallen hat, kommen wohl aus südlichen Teilen Chinas, Taiwan oder Singapur, berichtet am Sonntag die Zeitung „South China Morning Post“.

 

 

Experten auf dem Gebiet der linguistischen Kriminalistik haben eine Analyse durchgeführt. Demnach haben die Ergebnisse gezeigt, dass das Virus-Programm von einem chinesischen Muttersprachler geschrieben wurde. Es soll nämlich ein südlicher Dialekt gewesen sein.
Das amerikanische Unternehmen Flashpoint stellte laut dem Bericht dank einem typischen Tippfehler, der im Programm auftauchte, fest, dass der Text ursprünglich auf Chinesisch geschrieben wurde. Erst dann wurde er ins Englische übersetzt, hieß es. Auf Basis einer englischsprachigen Version wurden später Programmtexte in weiteren 26 Sprachen entwickelt.

Das Experten-Team habe in der chinesischen Variante das Wort „libai“ (deutsch: „die Woche“) gefunden, das für den Sprachgebrauch im Süden des Landes und auf den nächstliegenden Inseln typisch sei.

Laut dem Professor der chinesischen Sprache an der Universität in Xiamen (Provinz Fujian, im Süden Chinas), Zhang Kefeng, kann aber nur ein einziges Dialektwort im Text kaum als zuverlässiger Beweis akzeptiert werden, denn das Wort „libai“ wird auch im Norden des Landes verwendet.
Zuvor war berichtet worden, dass der massive Hacker-Angriff mit der Schädlingssoftware WannaCry PC in 150 Ländern der Welt befiel, was den Hackern 42.000 US-Dollar eingebracht haben soll.

 

Quelle: Sputnik