Bei der heftigen Autobomben-Explosion ist die deutsche Botschaft massiv beschädigt worden, wie das Auswärtige Amt mitteilt.

   

Laut der Pressestelle des Auswärtigen Amts kommentierte Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel am Mittwochmorgen:

„Das sind bestürzende Nachrichten aus Afghanistan. Den Anschlag in Kabul, bei dem Dutzende Menschen verletzt und getötet wurden, verurteile ich auf das Schärfste.

Der Anschlag wurde in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft verübt. Er traf Zivilisten und er traf diejenigen, die in Afghanistan sind, um mit den Menschen dort an einer besseren Zukunft für das Land zu arbeiten. Dass diese Menschen zur Zielscheibe werden, ist besonders verachtenswert.

Bei dem Anschlag sind auch Bedienstete der deutschen Botschaft verletzt worden. Mittlerweile befinden sich alle Mitarbeiter in Sicherheit.  Ein afghanischer Sicherheitsbediensteter, der zum Schutz des Botschaftsgeländes im Einsatz war, ist umgekommen. Seinen Angehörigen gilt unser ganzes Mitgefühl. Ich habe den Krisenstab im Auswärtigen Amt einberufen, der die Lage weiter aufklären wird.

Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer. Wir wünschen den Verletzten rasche Genesung. Solche Anschläge ändern nichts an unserer Entschlossenheit, die afghanische Regierung bei der Stabilisierung des Landes weiter zu unterstützen.“

Die Opferzahlen steigen derweil nahezu minütlich. Die Agentur France Press hatte noch kurz zuvor 49 Tote und 300 Verletzte gemeldet.

Im Diplomatenviertel der afghanischen Hauptstadt Kabul hatte es am Mittwochmorgen eine gewaltige Explosion gegeben. Die Detonation soll sich in der Nähe des Sanbak-Platzes ereignet haben — einem großen Verkehrskreisel nahe vieler afghanischer Ministerien. Es handelt sich wohl um einen Autobombenanschlag.

Wie die Agentur Pajhwok meldet, sind bereits durch die heftige Explosion in Kabul bereits 90 Menschen getötet und 380 weitere verletzt worden.

 

Quelle: Sputnik