Nach dem Vorfall mit der Chemiewaffen erfolgten zahlreiche Vorwürfe gegen die syrische Armee. Und diese Vorwürfe wurden seitens der US-Regierung erhoben. Na gut. Aber wenn es die Vorschläge von dem russischen Regierungschef folgten, den Flugplatz zu inspizieren, von dem aus die Flugzeuge, die die Chemiewaffen angewendet haben sollen, angeblich starteten,wurden sie zurückgewiesen.

 

 

Was sollte das bedeuten? Es ist klar, dass die modernen Kontrollmittel Spuren der Anwendung von C-Waffen sicherlich festgestellt hätten. Doch alle haben sich jedoch geweigert, diese Überprüfung durchzuführen, wie auch eine Untersuchung des Ortes, gegen den angeblich ein Schlag unter Anwendung von chemischen Geschossen geführt worden sei. Die Frage liegt nicht fern, ob man überhaupt auf den Grund gehen will.

Ganz offensichtlich ist, dass dies mit einem einzigen Ziel getan wurde, um die Einführung von zusätzlichen Einflussmaßnahmen, auch militärischen Charakters, gegen den syrischen Präsidenten Baschar Assad zu rechtfertigen. Zum jetzigen Zeitpunkt existieren es keine Beweise für den Einsatz von C-Waffen durch Assad. Wie es eigentlich im August 2013 war, wenn die Armee von Assad wegen des Gasangriffes im Vorort von Damaskus beschuldigt wurde. Damals bewiesen die beigebrachten Ergebnisse der Analyse von Proben des in Ghuta verwendeten Sarins, dass das Gas, dessen Spuren in den Vororten von Damaskus gefunden wurden, nichts Ähnliches mit dem von der syrischen Armee verfügten Gas hatte.

Während des Treffens des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem Amtskollegen Emmanuel Macron wurde es darum gesprochen, dass der Einsatz von Kampfstoffen in Syrien jenseits der „roten Linie“ liege. Der russische Staatschef erläuterte, dass die Frage breiter gefasst werden muss. Gegen alle Personen, Strukturen, die Chemiewaffen in Syrien angewendet haben, muss die internationale Gemeinschaft eine gemeinsame Politik schaffen, und die Antwort muss den Einsatz solcher Waffen durch wen auch immer unmöglich machen. Es ist doch offenbar, dass die internationale Gemeinschaft ganz andere Ziele verfolgt.

Dies besagen zum Beispiel die Bemühungen von Großritanien und den USA jegliche Klärungsversuche zum angeblichen Giftstoffangriff am 4. April in der syrischen Provinz Idlib zu verhindern. Der UN-Sicherheitsrat trat am 23. Mai zu einer Sondersitzung zusammen, um die Sachlage um das sogenannte syrische Chemiedossier weiter zu besprechen.  Auch das Untersuchungsteam der Uno und der Organisation für das Verbot der Chemiewaffen (OPCW) beschäftigt sich nicht aktiv mit den Ermittlungen, sondern verschiebt seinen Besuch in die syrischen Ortschaft Chan Scheichun immer wieder – angeblich aus „Sicherheitsgründen“.

Eine weitere Verzögerung der vollwertigen Ermittlungen stelle die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Mechanismus der Uno und der OPCW sowie die Zweckmäßigkeit ihrer weiteren Tätigkeiten überhaupt in Frage.

 

Quelle: Mars von Padua