Die Association of European Businesses (AEB), die die Interessen von 500 in Russland tätigen europäischen Unternehmen vertritt, drängt laut ihrem Vorstandsvorsitzenden Thomas Stärtzel bei ihren engen Kontakten mit der EU-Politik darauf, dass eine politische Lösung gefunden werden muss, die zur Aufhebung der Russland-Sanktionen führen könnte.

 

 

„Wir drängen darauf, dass Sanktionen langfristig nicht das bringen werden, was man sich dabei erhofft“, sagte Stärtzel, der auch Porsche-Chef in Russland ist, am Donnerstag auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in S. Petersburg in einem Gespräch mit Sputnik.

Die AEB sei in engem Kontakt mit der Europäischen Union und vertrete dort sehr stark den Standpunkt, dass es in Richtung Lösung der politischen Situation gehen müsste, „die dazu führen könnte, dass die Sanktionen aufgehoben werden“.

„Wir drängen darauf, dass politische Lösungen gefunden werden.“ Wenn man nur auf einen Standpunkt beharre, werde es zu dieser Lösung sicherlich nicht kommen. „Man muss aufeinander zukommen und miteinander sprechen und neue Lösungswege suchen und dann die Sanktionen aufheben“, sagte Stärtzel.

Mit Blick auf den angekündigten Besuch von Horst Seehofer (CSU) beim St. Petersburger Wirtschaftsforum betonte der AEB-Vorstandschef, dass es auf beiden Seiten Interesse gäbe, diese Sanktionen aufzuheben, was jedoch an den politischen Entscheidungsprozess gebunden sei. „Und wenn Politiker, vor allem mal deutsche Politiker, auf dieses Forum kommen, ist das unbedingt begrüßenswert. Voriges Mal war es nicht so, ich freue mich, dass es dieses Jahr so ist.“

Quelle: Sputnik