Nach den Schüssen in einem Hotel- und Casinokomplex der philippinischen Hauptstadt Manila hat sich der mutmaßliche Täter selbst getötet. Der Mann sei vor Polizisten geflüchtet, habe auf die Beamten geschossen und dann in einem der Räume des Hotels Suizid begangen, sagte Manilas Polizeichef Oscar Albayalde am Freitag dem Radiosender DZBB.
„Das ist das Werk eines Verrückten“, sagte Albayalde. Ein mögliches Motiv sei Geldverlust, vielleicht handele es sich bei dem Täter um einen Spielsüchtigen.

Der Polizeichef der Philippinen, Ronald dela Rosa, schloss einen terroristischen Hintergrund aus. «Wir können sagen, dass dies kein terroristischer Akt war», sagte er nach der Entdeckung des Toten. Dela Rosa widersprach damit auch Behauptungen der islamistischen Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS), die den Überfall im Internet für sich reklamiert hatte.

Auch der Sprecher des Präsidenten, Ernesto Abella, schloss einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und dem Einsatz gegen Islamisten in der Gegend um Marawi aus. Alles deute auf eine kriminelle Handlung eines emotional verwirrten Täters hin, der. Trotz einiger Warnschüsse, nicht vorhatte, Menschen umzubringen oder zu verletzen.

Der mit einem Schnellfeuergewehr bewaffnete Mann hatte am Donnerstag durch Schüsse und Brandstiftung Panik in dem Hotel- und Casinokomplex ausgelöst. Nach Polizeiangaben wurden mindestens 36 Menschen getötet, weitere 30 wurden verletzt. Lokalen Medienberichten zufolge rückte die Polizei mit starken Kräften an und riegelte das Gelände ab, während Passanten flüchteten. Augenzeugen hatten zunächst von mehreren Angreifern in dem Gebäude des Resorts World Manila berichtet, allerdings war die Lage vor Ort unübersichtlich.

Quelle: RT

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