Ukraine: Internetunternehmen Yandex schließt seine Niederlassungen in Kiew und Odessa

 

 

Der russisch-niederländische Internetdienstleister Yandex hat beschlossen seine Niederlassungen in Kiew und Odessa zu schließen. Eine Folge der Sanktionspolitik gegen Russland durch die Kiewer Regierung, wie der russische Internetauftritt des deutschen Auslandsfunkes Deutsche Welle unter Berufung auf die Agentur Interfax schreibt.

Demnach seien alle Konten des Internetunternehmens Yandex gesperrt und die ukrainischen Filialen können deswegen ihren Mitarbeitern keine Gehälter zahlen, weswegen man nun beschlossen hat die Filialen in Kiew und Odessa zu schließen, so der Deutsche Auslandsfunk auf seiner Internetseite in russischer Sprache.

Letzten Monat verschärfte die Regierung in Kiew die Sanktionen gegen Russland, worunter vor allem Internetunternehmen wie Yandex, soziale Netzwerke wie VKontakte und OK.ru, und weitere IT-Unternehmen betroffen sind. Viele Unternehmen haben seit Jahren Niederlassungen in den ukrainischen Städten und sind nunmehr auch von ähnlichen Maßnahmen wie Yandex betroffen.

Yandex (russisch Яндекс) ist eine russisch-niederländische Firma mit Sitz in Amsterdam, nahe dem Flughafen Amsterdam Schiphol und dem Hauptbetriebszentrum in Moskau, das über Internetdienste bekannt wurde, insbesondere durch die gleichnamige Suchmaschine. Das Unternehmen besteht seit 1997 und ist ein klarer Marktführer im Internet-Suchmarkt (Stand Juni 2010) in Russland mit 64% Marktanteil und auch in anderen osteuropäischen Ländern mit einem erheblichen Marktanteil. Darüber hinaus bietet Yandex eine Reihe weiterer Dienstleistungen und Produkte an, darunter Internet-Werbedienste, einen eigenen Browser (Yandex.Browser), einen Online-Übersetzer, einen Yandex.Maps-Kartenservice, E-Mail-Postfächer, Cloud-Services und einen AppStore Android, schreibt das Online-Lexikon Wikipedia aktuell in seiner Einleitung.

 

Quelle: Mars von Padua