Singapur. Die Philippinen drohen zu einem neuen Operationsgebiet der Kopfabschneidermiliz „Islamischer Staat“ (IS) zu werden. Wie der indonesische Verteidigungsminister Ryamizard Ryacudu jetzt beim asiatischen Sicherheitsgipfel (Shangri-La-Dialog) in Singapur mitteilte, gebe es auf den Philippinen mindestens 1200 IS-Kämpfer.

Der Minister betonte in diesem Zusammenhang die Gefahr, die von ausländischen Terroristen ausgehe, und sprach von der Notwendigkeit einer globalen Terror-Bekämpfung.

Die philippinische Regierung hält die Angaben aus Indonesien offenbar für übertrieben. Der philippinische Vize-Verteidigungsminister Ricardo David erklärte, die Zahl von 1200 IS-Kämpfern sei für ihn neu. Die philippinische Regierung geht von 250 bis 400 IS-Terroristen aus.

Die Philippinen waren in den letzten Wochen in die Schlagzeilen geraten, nachdem sich IS-Kämpfer in der Stadt Marawi auf der Insel Mindanao festgesetzt hatten. Die Regierung setzt inzwischen auch die Luftwaffe ein. Bei den Kämpfen mit den Regierungstruppen soll es bisher 177 Todesopfer gegeben haben, darunter 120 Terroristen. Im Zentrum der 200.000-Eibnwohner-Stadt sollen sich noch immer rund 50 Kämpfer verschanzt haben.

Quelle: Zuerst

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