Die US-Anschuldigungen einer angeblichen Verwicklung von russischen IT-Profis in die Situation rund um Katar sind laut dem Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten für die Cyber-Sicherheit, Andrej Krutskich, grundlos.

 

 

„Wir sind es schon müde, auf haltlose Banalitäten zu reagieren. Solche Anschuldigungen bringen im Grunde genommen sich selbst in Misskredit“, sagte Krutskich am Mittwoch gegenüber russischen Medien. Russischen Hackern würde für alles, was passiere, die Schuld in die Schuhe geschoben.
„Ein abgedroschener Trick. Null Beweise, wie immer. Und die Schlussfolgerungen werden noch vor den Ermittlungen des Vorfalls gemacht“, so Krutskich. Auch der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow lehnte die Anschuldigungen zurück. „Eine weitere Falschmeldung“, sagte er.

Zuvor hatte der Sender CNN berichtet, russische Hacker hätten die staatliche Nachrichtenagentur in Katar geknackt und von dort aus Fake-News-Berichte veröffentlicht, was Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten wie Saudi-Arabien schüren sollte.

In der angeblich gefälschten Meldung soll sich die katarische Führung positiv über Iran und Israel geäußert haben. Es soll in dem Bericht außerdem in Frage gestellt worden sein, ob sich US-Präsident Donald Trump im Amt halten könne. Der Inhalt der Falschmeldung soll Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten dazu bewogen haben, die diplomatischen Beziehungen mit Katar auf Eis zu legen.
Die US-Bundespolizei FBI habe bereits ein Ermittlungsteam nach Doha geschickt, um die angenommenen Hacks zu untersuchen. Da Katar eine der größten US-Militärbasen der Region beherberge, sei es anzunehmen, dass russische Hacker hinter den Cyber-Angriffen stecken könnten, so die Online-Ausgabe von CNN.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montagmorgen den Abbruch der Beziehungen zu Katar verkündet. Später schlossen sich auch der Jemen, Libyen, die Malediven, Mauritius und Mauretanien dieser Entscheidung an und brachen die diplomatischen Beziehungen zu Katar ab.

 

Quelle: Sputnik