Ein arabisches Leitmedium sieht ebenfalls in Riad und Washington die Hauptverantwortlichen für die Anschläge im Iran, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars News Agency (FNA) schreibt. Die „Al-Rai al Youm“-Zeitung warnte in einem Beitrag vor einer „verschärften Sicherheitslage“, nachdem in Teheran 13 Menschen getötet wurden.  Aber auch das Ereignisgemenge in den letzten Wochen zeigt, dass sich ein Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien wieder verschärft.

 „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Saudi-Arabien der wichtigste Unterstützer für die beiden Terroranschläge in Teheran in finazieller und militärischer Hinsicht ist und von Washington dafür grünes Licht bekam“, so die Zeitung.  Das Blatt stützt sich dabei auf Aussagen des saudischen Kronzprinzen und Verteidigungsministers Mohammed bin Salman, dass der Iran seine Einfluss in der Region erweitern werde. „Wir sind ein primäres Ziel für das iranische Regime“, zitiert man den Kronprinzen. „Wir werden nicht darauf warten, dass der Krieg auf saudischen Boden stattfinden werde“, so der Kronprinz.

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Beim gestrigen Anschlag haben vier unbekannte Männer das Parlamentsgebäude gestürmt und über 13 Menschen getötet und 53 verletzt wurden. Zudem wurde von Terroristen ein Bombenanschlag am heiligen Schrein des verstorbenen Gründers der Islamischen Republik, Ayatollah Khomeini, im Süden von Teheran verübt. Inzwischen hat die Polizei fünf verdächtige festnehmen können.

Auch der oberste Revolutionführer, das Iranische Staatsoberhaupt Sayyed Ali Khamenei machte Saudi-Arabien für den Anschlag verantwortlich, zu dem sich die Terrormiliz Islamischer Staat (ISIS, IS, Daesh) bekannte. Auch der Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Katar unter Federführung von Saudi-Arabien und Katar sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, denn man wirft gerade Katar die Unterstützung der Hisbollah-Miliz vor, eine aus überwiegend von Shiiten bestehende Miliz, die derzeit in Syrien zusammen mit den Regierungstruppen in Syrien gegen die sunnitischen Dschihadisten von Daesh und Al-Nusra kämpft.

Die Hisbollah-Miliz wird von verschiedenen Ländern als Terrororganisation eingestuft, während der politische Flügel im Libanon als Partei gesehen wird. Politischer Führer der Miliz ist Sayyed Hassan Nasrallah und der geistliche Führer ist wiederum der Iranische Revolutionsführer. Zudem kämpfen auch iranische Milizen unter dem Namen Hisbollah (Partei Gottes) gegen Daesh an der Seite der regierungstreuen Milizen.

Quelle: Mars von Padua

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