Den Haag. Ein fragwürdiges Zeichen hat jetzt eine kleine protestantische Splitter-Kirche in den Niederlanden vorgeschlagen: der Pfingstmontag solle abgeschafft werden und stattdessen ein beweglicher muslimischer Feiertag eingeführt werden: Eid-al-Fitr, der Tag des Zuckerfestes, der das Ende des Fastenmonats Ramadan markiert.

Die Forderung kommt von den sogenannten Remonstranten, auch Arminianer genannt, die als „liberal“ gelten. Der Generalsekretär der Splitter-Gemeinde, Joost Röselaers, plädiert dafür, die Vielfalt der Religionen gesetzlich zu verankern. Der Feiertag am Ende der muslimischen Fastenzeit sei „ein Fest der Versöhnung und Brüderlichkeit innerhalb und außerhalb islamischer Kreise“. Der Tag „würde Raum geben, darüber nachzudenken, was die anderen, die muslimischen Nachbarn bewegt“, sagte Röselaers.

Muslime begrüßten den Vorschlag. „Eine nette Geste“, erklärte Rasit Bal von der muslimischen Kontaktgruppe der Regierung in Den Haag. Von den großen Kirchen gibt es offiziell noch keine Stellungnahme.

Eine drastische Reaktion kam dagegen von dem Islam-Kritiker und PVV-Vorsitzenden Geert Wilders. Dieser bezeichnete den Vorschlag in einem Artikel für das „Gatestone Institute“ als „politisch korrektes Gewäsch“. Wilders warnte einmal mehr vor der Aufgabe der nationalen Identität der Niederlande: Deren Freiheit und Toleranz basiere auf Christentum, Judentum und Humanismus.

Er schreibe diese Zeilen „in einem schwer geschützten Bereich des Parlamentsgebäudes. Die Fenster sind milchig, die Türen sind gepanzert, und draußen stehen Polizisten.“ Diese seien da, um ihn vor „islamischer Intoleranz“ zu schützen, so der Politiker, der auf einer Todesliste von Extremisten steht.

Quelle: Zuerst

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