Die Ukraine umgeht das Verbot der rüstungstechnischen Zusammenarbeit mit Russland und kauft Ersatzteile für ihre Militärtechnik, die in Russland produziert werden. Dies berichtete das Nachrichtenportal „Apostrof“ unter Verweis auf den Abgeordneten des ukrainischen Parlaments Dmitri Tymtschuk.

Tymtschuk zufolge ist die ukrainische Rüstungsindustrie lediglich imstande, die Nachfrage der Armee zu 40 Prozent zu decken. Dabei komme ein Verzicht auf Waffen, die von der Sowjetunion geerbt worden seien, überhaupt nicht in Frage — sonst seien milliardenschwere Investitionen erforderlich, so der Abgeordnete.

„Der Ausweg ist, entweder in Russland oder nirgendwo zu kaufen.,Nirgendwo’ heißt: Die Militärtechnik, die jetzt bei den Kämpfen beschädigt wird, soll nicht repariert werden, denn es gibt nichts, womit sie repariert werden könnte, es gibt keine Ersatzteile», sagte Tymtschuk.

Im Endeffekt organisieren ukrainische Rüstungswerke Lieferungen aus Russland über Vermittlerunternehmen. „Da die Handelsbeziehungen zu Russland verboten sind, beginnen unsere Unternehmen in Russland hergestellte Ersatzteile mit List und Tücke zu bekommen, allerdings nicht über Einkäufe», äußerte Tymtschuk.

2014 hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko die rüstungstechnische Zusammenarbeit mit Russland verboten. Dennoch gibt es immer wieder Medienberichte über ukrainische Ankäufe russischer Ersatzteile. So war im Februar 2017 berichtet worden, dass der Rüstungskonzern „Ukroboronprom» in Russland hergestellte Motoren über moldauische Firmen zu hochgeschraubten Preisen gekauft hat.

 

 

 

Quelle: Sputnik

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