Nach Einschätzung der Vereinten Nationen ist die Kopfabschneidermiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach militärischen Rückschlägen in Syrien und im Irak jetzt dabei, sich zu reorganiseren, und wird dabei insbesondere für Europa zu einer neuen Bedrohung. Das erklärte der Unter-Untergeneralsekretär der UN für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman, am Donnerstag vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York.

 

 

In den vergangenen 16 Monaten habe es weniger IS-Verlautbarungen in den sozialen Medien gegeben, führte Feltman aus. Doch außerhalb der Konfliktgebiete Irak und Syrien gebe es verstärkte Propaganda-Aktivitäten. Auch die Zahl der IS-Kämpfer und die Einnahmen der Dschihadisten seien im gleichen Zeitraum zurückgegangen. Aber die Rückkehr von Kämpfern aus Kampfzonen und ihre Umgruppierung seien jetzt eine „erhebliche Bedrohung für den internationalen Frieden”.

Außerdem könne der IS weiterhin jeden Monat auf Dutzende Millionen Dollar zählen. Die Einnahmen stammten aus Ölverkäufen, Schutzgelderpressungen, Lösegeldern, Antiquitätenhandel und Bergbau in vom IS kontrollierten Gebieten.

 

Quelle: Zuerst