Hattingen. Ab sofort muß die 55.000-Einwohner-Stadt Hattingen (NRW) unter einer haushaltswirtschaftlichen Sperre arbeiten. Grund dafür seien die hohen Asylbewerberkosten, wie Stadtkämmerer Frank Mielke am Freitag bekanntgab. Die immensen Kosten, die der Stadt für die Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden entstehen, hätten im Sozialetat zu einer deutlichen Lücke in der Haushaltsplanung geführt.

„Wir werten mit Hochdruck alle Zahlenwerke aus, um genauere Erkenntnisse zu gewinnen über die Höhe und die Gründe der Haushaltsverschlechterung. Wir können aber jetzt schon sagen, daß uns im Zusammenhang mit der Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten eine negative Entwicklung im siebenstelligen Bereich erwartet“, erklärte Mielke.

Für die Situation macht Bürgermeister Dirk Glaser (parteilos) das Land verantwortlich. Nordrhein-Westfalen würde den Kommunen die Ausgaben, die sie für die Asylbewerberversorgung aufwendeten, nicht vollständig erstatten. Auch die Kosten für Integrationsmaßnahmen der Asylanten blieben an den Städten und Gemeinden hängen.

 

 

 

 

Quelle: Zuerst

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