Brüssel. Die EU bleibt hartnäckig auf Expansionskurs. Nach Einschätzung von Erweiterungskommissar Johannes Hahn sind weitere Beitritte von Kandidatenländern während der Amtszeit der nächsten EU-Kommission bis 2024 möglich.

Die derzeitige EU-Kommission von Jean-Claude Juncker, deren Amtszeit Ende 2019 ausläuft, hat weitere EU-Beitritte in diesem Zeitraum ausgeschlossen. Hahn begründete die Haltung der amtierenden Kommission mit den langen technischen Voraussetzungen, die bis zu den Beitritten erfüllt sein müßten.

Konkret versicherte Hahn, die EU bleibe dem EU-Erweiterungsprozeß für die Westbalkanstaaten verpflichtet.

„Unsere Strategie ist einfach, all diesen Ländern eine europäische Beitrittsperspektive zu geben.”

Die Beitritte seien im Interesse der EU und „wichtiger denn je zuvor”. Es gehe darum, daß die EU Stabilität exportiere, anstatt Instabilität zu importieren. Konkrete Verhandlungen seien mit Serbien und Montenegro „auf gutem Weg”. Serbien könne mit der Eröffnung weiterer Kapitel im laufenden Jahr rechnen. Hahn äußerte auch die Hoffnung, daß Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien starten können.

Der EU-Kommissar äußerte zudem die Erwartung, daß das Konzept für einen Balkan-Wirtschaftsraum beim Gipfel der Balkanländer im Juli in Triest angenommen wird.

 

 

 

Quelle: Zuerst

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