Den Haag. Die europäische Polizeibehörde Europol hat ihren aktuellen „EU-Terrorismus-Report“ vorgelegt und zieht darin eine Bilanz. Demnach waren im vergangenen Jahr insgesamt 142 Todesopfer und 379 Verletzte bei Terroranschlägen in der EU zu beklagen. Für den Großteil der Toten sind islamistische Terrorakte verantwortlich. Insgesamt wurden „142 gescheiterte, vereitelte und durchgeführte Terrorattacken” aus acht EU-Mitgliedstaaten gemeldet.

Mehr als die Hälfte davon, nämlich 76, ereigneten sich laut Europol im Vereinigten Königreich oder wurden dort geplant. In Frankreich gab es 23, in Italien 17, in Spanien zehn, in Griechenland sechs, in Deutschland fünf, in Belgien vier und in den Niederlanden einen gescheiterten, vereitelten oder durchgeführten Angriff.

Obwohl es auch eine große Anzahl von Terroranschlägen ohne islamistischen Hintergrund gab, stellten diese Europol zufolge die schwersten Formen terroristischer Aktivitäten dar. So waren auch bei weitem die meisten Toten durch dschihadistischen Terror zu beklagen, nämlich 135 der insgesamt 142. Auch die meisten Verhaftungen wurden im Zusammenhang mit Islam-Terror registriert (insgesamt 718), ihre Zahl stieg im dritten Jahr in Folge an.

Bei 40 Prozent der Angriffe wurde Sprengstoff verwendet, heißt es in dem Report weiter. Zudem spielten Frauen, junge Erwachsene, und sogar Kinder zunehmend operative Rollen bei der Begehung terroristischer Taten.

 

 

Quelle: Zuerst

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