Bei einer Bombenexplosion in einem beliebten Einkaufszentrum der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá sind drei Frauen getötet worden. Zudem gab es mindestens elf Verletzte. Bürgermeister Enrique Peñalosa sprach von einem «feigen Terroranschlag». Präsident Juan Manuel Santos verurteilte den Anschlag und ordnete eine gründliche Untersuchung an.

Die Hintergründe waren zunächst unklar. Nach offiziellen Angaben kam es in einer Frauentoilette im zweiten Stock zu einer Explosion. Zu dem Zeitpunkt sollen sich am Samstagabend (Ortszeit) rund 500 Personen in der Umgebung aufgehalten haben. Das Centro Andino wurde danach geräumt. Bei einer der Toten handelte es sich um eine 23 Jahre alte Französin, die in Bogotá einen Freiwilligendienst in einer Schule absolvierte. Die beiden anderen Todesopfer waren zwei Kolumbianerinnen im Alter von 27 und 31 Jahren.

Das Einkaufszentrum im Norden Bogotás beherbergt Dutzende Geschäfte mit westlichen Marken, Restaurants und Kinos und ist bei der Ober- und Mittelschicht beliebt.

Zuletzt hatte es im Februar in Bogotá einen Anschlag gegeben. Bei der Attacke waren 20 Polizisten und zehn weitere Personen verletzt worden. Ein Polizist erlag später seinen Verletzungen. Zu dem Anschlag bekannte sich später eine Zelle der links orientierten Guerillabewegung ELN.

 

 

Quelle: RT

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