„Der Aufstand der anständigen Muslime bleibt aus“, titelt Robin Alexander in der „Welt“. „Die Prediger eines liberalen Islam haben gerufen, und die Gläubigen sind nicht gekommen.“ Dem islamischen Terrorismus sollte unter dem Motto „Nicht mit uns!“ getrotzt werden – von islamischer Seite. Das Ergebnis: nur 500 bis 800 Teilnehmer – statt der vollmundig angekündigten 10.000 Demonstranten – gingen auf die Straße, davon ein großer Teil auch noch linksliberale Gutmenschen; ein Armutszeugnis für die in der Bundesrepublik Deutschland organisierten liberalen Islam-Verbände, aber auch für die bundesdeutschen Politik- und Medienvertreter, deren Propaganda eines friedliebenden Multikulturalismus und Miteinanders der Religionen und Kulturen einmal mehr ad absurdum geführt wurde.

 

 

„Manche türkische Hochzeiten sind besser besucht“ stellt Alexander in der „Welt“ süffisant und zutreffend fest. Allerdings muß auch ein Einwand erlaubt sein: Warum sollten DITIB und der Muslimrat, die rund die Hälfte aller hierzulande lebenden Muslime repräsentieren, an einer Demonstration liberaler Islamverbände teilnehmen, die für vollkommen unterschiedliche Inhalte und Ziele stehen? Bei aller berechtigten Kritik an türkischen, arabischen und persischen Zuwanderern muß doch auch festgehalten werden, daß von diesen Völkerschaften nicht ernsthaft erwartet werden kann, sich – wie die Deutschen es seit Jahrzehnten vormachen – einem islamistisch grundierten Schuldkult zu unterwerfen.

Es muß festgehalten werden: die Kölner Demonstration war ein peinlicher Flop, zwar auch für die Muslime in der Bundesrepublik, aber vielmehr für die fernab der Realitäten lebenden bundesdeutschen Politiker und ihrer Gefolgsleute in den Redaktionsstuben.

 

Quelle: Zuerst