In Tschechien wird zurzeit eine internationale Gruppe aus Wissenschaftlern und anderen Experten gebildet, die der Krim helfen könnten, sich nicht in „eine Wüste“ zu verwandeln. Einzelheiten des Projekts hat im Gespräch mit Sputnik Jaroslav Holík berichtet, der diese Gruppe initiierte.

Holík, der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Naturschutz im Abgeordnetenhaus des tschechischen Parlaments, hat im Frühling dieses Jahres die russische Halbinsel besucht. Er sah, dass die Schleusen am Nord-Krim-Kanal geschlossen waren, durch die das Wasser früher vom Dnepr auf die Felder in den nördlichen und zentralen Gebieten der Krim gelangte.

Den Angaben von Holík nach verspüren die Bewohner der Halbinsel einen Mangel an Süßwasser. Das sei auch der Grund, weswegen man dort auf den Reisanbau verzichtet habe, denn dies erfordere eine intensive Bewässerung.

„Und ich habe damals gedacht, dass unsere Spezialisten der Krim helfen könnten, wie wir es in Israel getan haben und es immer noch tun. Dort ist es uns gelungen, der Wüste Flächen abzugewinnen, wo früher nichts gewachsen war. Jetzt pflanzt man dort Bäume, die keine intensive Bewässerung benötigen. Es entstehen dort ganze Wälder“, so Holík.

In Israel nutzte man führende wassersparende Technologien und intensives Recycling von Abwasser. In Israel, Tschechien und Russland gebe es Spezialisten, die das Problem der Wasserversorgung auf der Krim gemeinsam lösen könnten, damit sie sich nicht in eine weitere Wüste verwandele, merkte Holík an.

„Wir versuchen jetzt, solche internationale Gruppe zu bilden. Ich betone, dass es hier nicht um Politik geht. Hier gibt es nur den einen Wunsch, die wunderschöne Naturlandschaft unseres Planeten zu bewahren“, sagte der Abgeordnete.

Demnach soll eine Delegation aus der Krim nach Prag kommen, um konkrete Schritte und Fristen festzulegen. Das Projekt werde voraussichtlich im nächsten Jahr starten, hieß es.

Zuvor war berichtet worden, dass Kiew der Halbinsel den Wasserhahn zugedreht habe. Alle Schleusen am Nord-Krim-Kanal, über den die Halbinsel bislang etwa 85 Prozent des benötigten Wassers erhalten hatte, waren geschlossen worden. Der Kanal verbindet den ukrainischen Fluss Dnepr mit dem Wasserversorgungssystem der Krim.

 

 

Quelle: Sputnik

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