In der Nähe der polnischen Stadt Mikolin soll am 22. Juni ein Denkmal für sowjetische Soldaten feierlich eingeweiht werden. Das Monument wurde von der polnischen gemeinnützigen Organisation „Kursk“ mit Unterstützung von russischen Bürgern, die Geld dafür sammelten, wiederhergestellt.

Das Denkmal war 1945 zum Gedenken an mehr als 40 sowjetische Soldaten errichtet worden, die beim Übergang über die Oder ums Leben gekommen waren. Am Fundament des Denkmals sind Boote abgebildet, mit denen die Truppen der Roten Armee den Fluss überquerten.

Mit der Zeit war das Denkmal jedoch heruntergekommen. Binnen knapp zwei Jahren ist es Freiwilligen allerdings gelungen, genügend Geld zu sammeln, um das Monument wiederherzustellen.

Der Einweihung sollen Diplomaten aus Russland, den USA, Großbritannien und Frankreich sowie Vertreter der örtlichen Behörden und gemeinnützigen Organisationen aus Polen beiwohnen.

„Die Geschichte Europas lässt sich nicht in,gut‘ und,böse‘ trennen, man kann nicht aus dem durch die Zeit geflochtenen Gewebe ein Stück herausreißen und es herumschwingen“, sagte der stellvertretende Gouverneur von Kaliningrad, Anton Alichanow. Kaliningrad pflege freundschaftliche Beziehungen zu seinen Nachbarländern trotz der existierenden politischen Spannungen, betonte er weiter.

Diese Einweihung erscheint umso wichtiger, wenn man bedenkt, wie oft in letzter Zeit in Polen sowjetische Denkmäler abgebaut oder geschändet wurden.

 

Quelle: Sputnik