Die deutschen Unternehmen NEL Gastransport, Fluxys Deutschland und Gasunie Deutschland haben mit der Erweiterung der ersten der Gaspipelines begonnen, die Nord Stream mit den Verbrauchern in Deutschland und anderen Ländern verbinden.

Der Verband der Europäischen Fernleitungsnetzbetreiber für Gas (ENTSOG) hat die vor einem halben Jahr eingereichte Anfrage zu dem Projekt genehmigt. Darüber berichtet die russische Onlinezeitung „Expert Online“ mit Bezug auf das Informationsportal „Life.ru“.

Es handelt sich um eine Empfangsstation in Greifswald, wo Nord Stream 2 neben der älteren Schwester Nord Stream 1 dem deutschen Erdgastransportnetz angeschlossen werden soll. Die aktuelle Kapazität der Station liegt bei 60 Milliarden Kubikmetern im Jahr. Angaben dazu, wie sich ihre Durchlassfähigkeit nach dem Bauabschluss vergrößern wird, liegen nicht vor. Laut ENTSOG erhielten die Betreiberunternehmen der Erdgaspipelines die Genehmigung von der deutschen Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) und beabsichtigen mit dem Stationsausbau bis zum Jahresende fertig zu werden.

Dabei geht es um die erste der drei Etappen des gesamten Bauvorhabens, welches die europäischen Betreiberunternehmen am Jahresanfang speziell für das „Gazprom“-Projekt angekündigt haben. Die anderen zwei Etappen, so ENTSOG, warten noch immer auf die Ratifizierung durch die Bundesnetzagentur: Es handelt sich um die doublierende Pipeline für OPAL „Eustream“ (Betreiberunternehmen Gascade, Bauabschluss 2019) und die Erweiterung der Pipeline NEL – die westliche Abzweigung von OPAL (Betreiberunternehmen Gasunie, NEL und Fluxys, Bauabschluss 2020). Gerade über OPAL strömt derzeit der größte Teil des russischen Erdgases zu den Verbrauchern in der EU, doch wegen der Begrenzungen durch die europäischen Gesetze darf „Gazprom“ nur die Hälfte ihrer maximalen Kapazität nutzen.

 

 

 

Quelle: Sputnik

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