Doha will seine Beziehungen zu Teheran stärken, sodass Katar gemeinsam mit dem Iran an der Lösung der Probleme in der islamischen Welt arbeiten können. Dies berichtet der TV-Sender Al-Mayadin.

Demnach hat Emir Tamim bin Hamad Al Thani von Katar dieses Ansinnen in einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani geäußert: Sein Land sei „bereit zum komplexen Ausbau der Beziehungen zum Iran sowie zur Zusammenarbeit bei der Lösung der Probleme der islamischen Welt, die sich gerade in einer schwierigen Lage befindet.» Diese Fehler zu beheben benötige „Weisheit und Dialog».

Rouhani seinerseits sagte, er hoffe, dass die Probleme durch Dialog gelöst werden können. Die Isolation Katars durch mehrere Nahost-Staaten sei für den Iran nicht hinnehmbar: „Der Luft-, Land- und Seeraum wird für unseren Bruderstaat und Nachbarn Katar immer offenstehen», so der iranische Präsident.
Diese Worte des katarischen Emirs stehen in Verbindung mit dem vor zwei Tagen verkündeten strengen Ultimatum mehrerer Nahost-Staaten gegenüber Katar. unter anderem wurde auch ein völliger Abbruch der Beziehungen Katars zum Iran gefordert.

Doha hatte die Ultimatums-Forderungen der Golfstaaten an Katar als unrealistisch verurteilt und zu deren Revision aufgerufen.
Am 5. Juni hatten Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Libyen sowie Jemen, die Malediven und Mauritius die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, den Flug- und Schiffsverkehr gestoppt und die Grenzen geschlossen. Sie warfen dem Emirat „Unterstützung des Terrorismus» und „Destabilisierung der Lage im Nahen Osten» vor.

 

Quelle: Sputnik