Ein Ausstieg der USA aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme, dem sogenannten INF-Vertrag (Intermediate Nuclear Forces), bedeutet eine völlige Destabilisierung der militär-politischen Lage in der Welt, wie der Chefredakteur des russischen Magazins „Nationale Verteidigung“, Igor Korotschenko, erklärt.

„Das sind provokative Aufrufe, da der Vertrag sowohl für die Sicherheit Russlands als auch der USA wichtig ist“, so Korotschenko.

Zuvor hatte die US-Zeitung „Politico“ unter Berufung auf Kongressmitglieder geschrieben, dass die US-Administration derzeit eine Initiative des Kongresses über einen Ausstieg des Landes aus dem INF-Vertrag  erörtere.

„Ein Ausstieg aus dem INF-Vertrag würde ein neues Wettrüsten und eine komplette Destabilisierung der militär-politischen Lage in der Welt bedeuten“, sagt Korotschenko. Russland rechne darum damit, dass es sich nur um Aufrufe einzelner Kongressmitglieder handle, die „die Politik der US-Administration im Allgemeinen nicht widerspiegeln“.

Die US-Vorwürfe, Moskau verstoße angeblich gegen den Vertrag, seien künstlich und basierten entweder auf einer beabsichtigten Lüge oder auf einer falschen Interpretation technischer Aufklärungsangaben, so der Experte.

„Wir sind an ein einem Ausstieg aus dem Vertrag nicht interessiert und rechnen damit, dass die Trump-Administration auch ein ausgewogenes Herangehen beim Nachfolgen dieses Abkommens zeigen wird“.

 

Quelle: Sputnik