Rom. Ein alter Fuchs ist nach einer langen Durststrecke wieder da: bei der italienischen Bürgermeister-Stichwahl, zu der am am Sonntag 4,3 Millionen Wahlberechtigte in 111 Gemeinden aufgerufen waren, konnte die Mitte-rechts-Allianz nach Jahren tiefer Krise unerwartet gut abschneiden. Der Block um die Forza Italia von Ex-Premier Silvio Berlusconi behauptete sich in 16 der größten am Urnengang beteiligten Städte, darunter in Genua, Verona, La Spezia und L’Aquila.

„Der Wind des Wandels weht. Die Mitte-rechts-Allianz siegt in Italien wieder”, erklärte der Fraktionschef der Forza Italia, Renato Brunetta. Die Berlusconi-Partei ging in mehreren Städten Allianzen mit der Lega Nord von Matteo Salvini ein.

Der Chef der Demokratischen Partei (PD), Ex-Premier Matteo Renzi, konnte dagegen seine Enttäuschung nicht verbergen. „Wir hätten besser abschneiden können”, räumte Renzi ein.

Die Wähler mußten dort, wo in der ersten Runde am 11. Juni keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erreichte, zwischen den beiden bestplazierten Kandidaten entscheiden. Die Wahlbeteiligung war allerings besonders niedrig. Sie lag laut dem Innenministerium bei 46 Prozent – auch für italienische Verhältnisse ein Rekordtief. Die Kommunalwahlen in 1.005 Gemeinden, zu denen 9,2 Millionen Italiener aufgerufen waren, galten als wichtiger Stimmungstest für die Parlamentswahl, die spätestens im Frühjahr 2018 stattfindet.

 

 

Quelle: Zuerst

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