Der Kreml hat die jüngsten Drohungen aus den USA gegen die syrische Regierung als nicht akzeptabel und jeden Einsatz von Chemiewaffen als unzulässig bezeichnet.

Das Weiße Haus hatte am Montag der syrischen Regierung die Planung einer Giftgasattacke vorgeworfen und gedroht, dass Präsident Baschar, wenn dies passieren sollte, einen hohen Preis werde zahlen müssen.

„Derartige Drohungen an die legitime Regierung Syriens halten wir für unannehmbar. Für absolut unzulässig und unannehmbar halten wir aber den Einsatz chemischer Kampfstoffe“, sagte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Dienstag.

Syrische Rebellen hatten Anfang April rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

Auch westliche Toppolitiker schoben der Regierung Assad die Schuld zu, obwohl eine Ermittlung dazu ausblieb und keine Beweise präsentiert wurden. Dennoch griff die US-Armee – als Reaktion auf die angebliche Giftgasattacke — danach einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs mit Tomahawk-Raketen an.

Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

 

 

Quelle: Sputnik

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