Ein 30-jähriger Asylbewerber aus Syrien steht vor Gericht, weil er einem neunjährigen Mädchen in der schwedischen Stadt Boden gegen den Kopf getreten hat. Er wollte sich für den Abschiebebescheid des Migrationsamtes rächen, wie die Lokalzeitung NSD schreibt.

Am 27. Mai war das junge Mädchen auf dem Heimweg von der Schule. Die Neunjährige ging nach Hause und telefonierte dabei mit ihrer Mutter, als sie plötzlich einen Tritt gegen den Kopf bekam.

Die Polizei ging zunächst davon aus, der Täter habe das Handy des Mädchens stehlen wollen. Aber das war offenbar nicht der Fall.

Am Morgen des gleichen Tages hatte das Sicherheitspersonal den späteren Täter aus dem Gebäude des Migrationsamtes begleiten müssen, nachdem sein Asylantrag abgelehnt wurde.

Der Syrer soll aggressiv gewesen sein und gerufen haben: «Ich gehe in die Stadt und ermorde jemanden». Der Wachmann alarmierte daraufhin die Polizei. Es war jedoch keine verfügbare Streife in der Nähe, sodass der bedrohliche Asylbewerber ungehindert in die Stadt gehen konnte.

Einige Tage nach der Attacke auf das Mädchen wurde der Asylbewerber unter dringendem Tatverdacht festgenommen.

Nun steht er vor Gericht. Er soll das neunjährige Mädchen «aus Rache gegen das Migrationsamt» getreten haben, berichtet die Lokalzeitung NSD.

Der asylsuchende Syrer bestreitet die Vorwürfe. Er sei lediglich mit dem Mädchen zusammengestoßen, sagt er. Staatsanwältin Ulla-Karin Lindström ist jedoch sicher: Der Mann hat das Verbrechen absichtlich begangen. Dies gehe unter anderem aus den Polizeiverhören und Fotos der Verletzungen des Mädchens hervor.

Nach Forderung der Anklage soll der Mann abgeschoben werden, mit einem Rückkehrverbot nach Schweden für fünf Jahre.

 

 

 

Quelle: Freiezeiten

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