Die im Zentrum der Fahndung stehende Gruppe hat offenbar wöchentlich Geheimsitzungen abgehalten und sich vollständig den Weisungen des IS unterworfen. Zudem sollen terroristische Handlungen gerechtfertigt worden sein.

Bei einer international abgestimmten Razzia sind am Mittwoch in drei europäischen Staaten insgesamt sechs mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden, eins davon in Deutschland. Der Einsatz erstreckte sich nach Angaben des spanischen Innenministeriums auf die Balearen-Insel Mallorca, Großbritannien und Deutschland. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 44-jähriger Imam, der in Birmingham festgenommen wurde.

Der Einsatz der Sicherheitskräfte sei noch im Gange, teilte das Innenministerium in Madrid am Morgen mit. Gegen den 44-jährigen islamischen Vorbeter liege ein europäischer Haftbefehl vor. Die Ermittlungen laufen demnach seit 2015. Damals waren im Internet Videos über einen in Spanien lebenden jungen Muslim aufgetaucht, der mit dschihadistischem Gedankengut indoktriniert wurde, bis er schließlich nach Syrien ausreiste.

Den europäischen Sicherheitsbehörden ist den spanischen Angaben zufolge das von dem „salafistischen Prediger“ öffentlich vertretene Gedankengut „bestens vertraut“. Er habe sich für die Entsendung von „Kämpfern“ nach Syrien eingesetzt und dafür auch Geldmittel gesammelt. Vier Festnahmen erfolgten demnach in Palma de Mallorca. Die im Zentrum der Fahndung stehende Gruppe habe „wöchentlich Geheimsitzungen“ abgehalten. Sie habe sich „vollständig“ den Weisungen des IS unterworfen und „terroristische Handlungen gerechtfertigt“. Die Ermittlungen werden demnach von den Behörden in Madrid geleitet.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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